Was sind uns freiwillig engagierte Menschen wert? Welche Motive bewegen Freiwillige, um vor Ort auf Sendung zu gehen und überhaupt für Bürgermedien aktiv zu sein? Wie vor allem gewinnen und wertschätzen wir Ehrenamtliche? Was tun wir, damit sie sich unkompliziert vernetzen können, z. B. in Bürgerredaktionen? Was machen andere besser, um das Ehrenamt tatsächlich nach vorn zu bringen?
Das treibt uns garantiert alle um, deshalb Save the Dates für unser BVBM-Projekt Bürgermedien und Ehrenamt:
Online-Workshops mittwochs 10. Juni, 17. Juni und 24. Juni, jeweils 16 bis 17.30 Uhr mit jeder Menge Expertise, Austausch und Vernetzung
Projektfinale plus Verleihung Medienpreis Ehrenamt am Donnerstag, 8. Oktober, ab 14 Uhr bei Kanal 21, dem Offenen TV-Kanal in Bielefeld
BVBM-Mitgliederversammlung am Folgetag, 9. Oktober, 10 Uhr an gleichem Ort
Seid schon jetzt ganz herzlich eingeladen und dann unbedingt dabei, nähere Infos folgen.
Theorie-Modul (Online): Mittwoch, 21. Januar 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr
Praxis-Modul (Präsenz): Mitttwoch, 15. April 2026, 11:00 bis 17:00 Uhr beim Bürger- und Ausbildungskanal TIDE in Hamburg, Finkenau 35.
Meldet euch per Mail gleich an, Teilnahme kostenfrei:
Workshop-Leitung: Johannes Karstens und Tanja Zimmer vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein/Kiel
Worum geht es bei Capture the News?
Capture the News ist ein BVBM-Projekt zur Förderung von Medienkompetenz, das sich gezielt mit den Herausforderungen der digitalen Nachrichtenwelt auseinandersetzt. In einem spannenden Planspiel konkurrieren drei fiktive Radiosender um Reichweite, Quote und Follower – zur Verfügung stehen fertige Jingles, eine eigene Musik-Datenbank, ein Newsticker und eigene Instagram-Kanäle zum Promoten der Sendungen.
Ziel ist es, Teilnehmende zur kritischen Analyse von Nachrichteninhalten zu befähigen und effektive Strategien im Umgang mit Fake News zu vermitteln. Sie lernen, Filterblasen zu erkennen und deren Auswirkungen auf die eigene Informationswahrnehmung zu reflektieren. Das Konzept verbindet theoretische Grundlagen der Nachrichtenanalyse mit praktischen Übungen zur Überprüfung von Quellen und Fakten im digitalen Kontext.
Inhalte der zweiteiligen Qualifizierung:
Theorie-Modul (Online)
Workshop-Methodik und didaktische Grundlagen
Vertiefung der Capture the News-Inhalte
Didaktische Konzeption und Vermittlungsmethoden
Praxis-Modul (Präsenz)
Durchführungsübungen
Fachliche Begleitung und Feedback
Handlungsempfehlungen
Kollegialer Austausch
Was bringt euch die Qualifizierung?
Nach den zwei Modulen seid ihr fit, Capture the News zwecks Weitervermittlung selbstständig bei euch vor Ort durchzuführen. Ihr bekommt praxiserprobte Methoden und Materialien an die Hand und erhaltet individuelles Feedback, um eure Workshops optimal zu gestalten.
Die erste Qualifizierung im Frühjahr 2025 brachte 15 motivierte Teilnehmende aus fünf Bundesländern zusammen und sorgte für lebendigen Austausch und konkrete Ideen für die medienpädagogische Arbeit vor Ort. Die frisch qualifizierten Multiplikator:innen etablieren das innovative Planspiel bereits erfolgreich in ihren Einrichtungen.
Nach eurer Anmeldung bekommt ihr alle weiteren organisatorischen Details.
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch und darauf, gemeinsam mit euch die Medienkompetenz im Umgang mit Fake News und Filterblasen weiter zu stärken.
Weitere Infos und Unterlagen zu Capture the News in Kürze abrufbar.
Das Jubiläumsprogramm zog sich über mehrere Tage. Bereits ab dem 8. Dezember kamen Projektbeteiligte aus der Ukraine, Armenien, Georgien, Belarus, Moldau und Deutschland in Berlin zusammen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen, aktuelle Herausforderungen des Journalismus zu diskutieren und Perspektiven für eine Zukunft freier Medien zu entwickeln.
Seit einem Jahrzehnt steht Media Dialogue für internationalen Austausch und faktenbasierten Journalismus sowie für die Stärkung von Presse- und Meinungsfreiheit – insbesondere in Ländern, in denen Medienschaffende politischem und gesellschaftlichem Druck ausgesetzt sind. Die Projektziele, Formate und Partnerstrukturen sind auf der Projektwebsite dokumentiert.
Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläums war die Laudatio von Dr. Wolfgang Ressmann, der als eine der prägenden Persönlichkeiten maßgeblich zur Entstehung und Entwicklung des Projekts beigetragen hat. Er ist zugleich einer der Vorsitzenden des Bundesverbandes Bürgermedien e.V. Diese personelle Verbindung steht exemplarisch für den inhaltlichen Austausch und die gemeinsamen Werte beider Organisationen.
Im Rahmen des Jubiläums fanden zahlreiche Fachgespräche und Besuche statt. Dazu zählte unter anderem ein Austausch mit Philippe Blanke beim Tagesspiegel zur Zukunft des Printjournalismus. Zudem informierten sich die Teilnehmenden in der Gemeinsamen Stelle der Landesmedienanstalten in Berlin über Jugendmedienschutz, den Umgang mit Desinformation und Propaganda sowie über die Rolle der Landesmedienanstalten als Aufsichtsorgane. An der Diskussion nahmen unter anderem Sergiy Tomilenko, Vorsitzender des ukrainischen Journalistenverbandes, sowie Andrei Bastunets, Vertreter belarussischer Journalistinnen und Journalisten im Exil, teil.
Das weitere Programm beinhaltete eine Buchpräsentation von Juri Bondar („The Day After the War“), einem Projekt des Instituts für Journalistik der Taras-Schewtschenko-Universität. Ergänzend kamen Fachbeiträge zu Propaganda, Deprogrammierung und Medienkompetenz sowie zur Situation unabhängiger Medienschaffender im Exil hinzu. Ein weiteres Highlight war das Gespräch mit Diana Zimmermann, Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, zur Fernsehberichterstattung in Kriegszeiten und zur Rolle öffentlich-rechtlicher Medien.
Zu den Keynote-Speakern der Jubiläumskonferenz zählte unter anderem Mika Beuster, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV).
Der Bundesverband Bürgermedien e.V. (BVBM) gratuliert Media Dialogue herzlich zum 10-jährigen Jubiläum. Beide Akteure verbindet das gemeinsame Engagement für Meinungsvielfalt, journalistische Verantwortung und demokratische Öffentlichkeit. Bereits 2022 zeigte sich die wertebasierte Zusammenarbeit bei der vom BVBM in Berlin ausgerichteten Tagung „Bürgermedien nach Corona“, bei der Media Dialogue ein eigenes Panel gestaltete.
Teilnehmende aus verschiedenen Bundesländern machten mit zehn Best Practices deutlich, wie vielfältig Bürgermedien nachhaltige Themen sichtbar machen, hierfür journalistische Formate und Medienbildung entwickeln sowie lokale Gemeinschaften stärken.
Mit ihrer Keynote stimmte Dr. Maike Reinwerth, Nachhaltigkeits-Referentin der Filmuniversität Babelsberg, darauf ein. Die Künstlerin Bison Rouge performte mit Cello, Gesang und Loop-Station, um ihren ganz persönlichen Zugang zur Nachhaltigkeit zu vermitteln. BVBM-Vorsitzender Fred Bärbock führte durch insgesamt dreieinhalb Stunden Programm, das zudem jede Menge Austausch bot.
Das BVBM-Projekt war im Oktober mit drei Workshops gestartet: Medienbildung nachhaltiger machen, Wie Lokaljournalismus Nachhaltigkeit bewegt und We love making movies – green & fair. Die hier entwickelten Ideen und Konzepte wurden in engagierter Gruppenarbeit und intensiver Zwischenrunde weiterentwickelt, um sie dann im Finale zu präsentieren.
Gefördert wurde das BVBM-Projekt von den Medienanstalten Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, ebenso von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg mit ALEX Berlin, die das MIZ Potsdam-Babelsberg und ein TV-Produktionsteam für Livestream und Aufzeichnung zur Verfügung stellte.
Die Projekt-Inhalte samt Finale werden in Kürze auf unserer Website abrufbar sein.
Dr. Wolfgang Ressmann, Vorsitzender des Bundesverbands Bürgermedien (BVBM), dankte den angehenden Mediengestalter*innen Bild & Ton sowie dem Ausbildungsteam aus NRW für den konstruktiven Austausch und das große Interesse an den Themen des Verbandes. Die Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung qualifizierter medienbezogener und medienpädagogischer Ausbildung für und durch Bürgermedien.
Der Link zu NRWISION erscheint an dieser Stelle, sobald das TV-Magazin verfügbar ist.