Start Bürgermedienpreis: Ab sofort TV- und Radiobeiträge zum Thema Ehrenamt einreichen / Preisverleihung am 8. Oktober in Bielefeld

Wolfsburg, 30. Juli – Start für den BVBM-Bürgermedienpreis 2026: Ab sofort und bis spätestens 8. September können Haupt- und Ehrenamtliche von unseren Bürgersendern TV- und Radiobeiträge rund um das Thema Ehrenamt einreichen.

Dazu folgende Infos:

  • Im Online-Formular unten gebt ihr alle Daten zum Beitrag sowie euer Einverständnis mit den Teilnahmebedingungen an und ladet schließlich dort auch gleich euren Beitrag hoch.
  • Jeder Beitrag zählt, der in eurem Bürgersender seit 2024 zum Thema Ehrenamt erstveröffentlicht wurde.
  • Maximale Länge des TV- oder Radiobeitrags: 30 Minuten.

Die Beiträge werden von einer dreiköpfigen Fach-Jury bewertet. Sie ermittelt für die Kategorien Radio und TV jeweils einen ersten Preis (500 Euro) und einen Sonderpreis (300 Euro).

Ob haupt- oder ehrenamtlich: Pro Einreichung werden wir bis zu zwei Produzierende des jeweiligen Beitrags zum großen BVBM-Projektfinale mit der feierlichen Preisverleihung einladen – wie natürlich alle, die Teilnehmende unserer Projekt-Workshops zum Thema Ehrenamt waren, und alle, die dieses Save the Date erhalten:

BVBM-Projektfinale Ehrenamt und Verleihung Bürgermedienpreis 2026

Wann?
Donnerstag, 8. Oktober, 15.00 Uhr (Eintreffen ab 14.30 Uhr)
mit Projektfinale am Nachmittag sowie Preisverleihung und Livemusik zum Abend

Wo?
Beim TV-Bürgersender Kanal 21 in Bielefeld, Meisenstraße 65
.

Unbedingt vormerken, Einladung mit detailliertem Ablauf folgt rechtzeitig.

Wer sich schon jetzt anmelden will oder auch Rückfragen hat, sehr gern per Mail an .

Hinweis für BVBM-Mitglieder: Unsere Jahresversammlung mit Vorstandswahl findet am Folgetag um 10 Uhr an gleichem Ort statt, Einladung folgt auch hier.

Beitrag einreichen

BVBM-Bürgermedienpreis 2026: Seid dabei, reicht hier euren Radio- oder TV-Beitrag zum Thema Ehrenamt ein. Zugelassen sind Beiträge, die seit 2024 in eurem Bürgersender erstveröffentlicht wurden. Die maximale Beitragslänge beträgt 30 Minuten. Einsendeschluss ist der 8. September 2026.

Hierfür steht euch dieses Einreichungsformular mit Uploadmöglichkeit zur Verfügung.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Große Dateien werden in Teilen übertragen – bitte die Seite bis zur Bestätigung geöffnet lassen.

Kontakt und Beteiligte

Bitte alle Beteiligten nennen. Bis zu zwei Produzierende lädt der BVBM zur Preisverleihung am 8. Oktober in Bielefeld ein. Sowohl in der Radio- als auch TV-Kategorie gibts nach Jury-Entscheid einen ersten Preis (500 Euro) und einen Sonderpreis (300 Euro).

Wettbewerbsbeitrag

Empfohlen: MP4/H.264 für Video beziehungsweise WAV oder MP3 für Audio.

Bestätigungen

Bundesverband fordert stabile Bürgersender in NRW – Protest Landesverband, weil Förderung NRWision passé

Duisburg/Wolfsburg, 10. Juli – Das über Jahre schleichende Sterben des gemeinnützigen Bürgerrundfunks in Nordrhein-Westfalen geht weiter. Nun lässt die Landesanstalt für Medien NRW zum Jahresende 2026 auch noch die Förderung der Bürgermedien-Plattform NRWision auslaufen. Als Bundesverband Bürgermedien sehen wir darin einen weiteren drastischen Abbau von Medienvielfalt und lebendiger Demokratie vor Ort. Denn Bürgersender stehen für lokale und regionale Information, Meinung und zugangsoffene Teilhabe der Menschen am Sendegeschehen. Wir fordern deshalb von Medienanstalt und Medienkommission NRW eine stabile und verlässliche Förder-Perspektive für Bürgersender und unterstützen folgenden Offenen Brief des NRW-Landesverbandes Bürgermedien:   

Sehr geehrte Damen und Herren,

die beschlossene Streichung der Förderung für die Bürgermedien in Nordrhein-Westfalen durch die Landesanstalt für Medien NRW – hier das Aus der Förderung der Bürgermedien-Plattform NRWision ab 2027 – ist ein kultur- und demokratiepolitischer Fehler von erheblicher Tragweite.

Dabei geht es nicht um ein „Nice-to-have“, das man in Haushaltsdebatten beiläufig streichen kann. Es geht um konkrete, gelebte demokratische Praxis vor Ort. Es geht um Menschen, die sich engagieren, ohne kommerzielle Interessen, ohne große Budgets – aber mit Haltung, Kreativität und dem Willen, ihre Gesellschaft mitzugestalten.

Beispiele von vielen in NRW sind das lokale Engagement von Studiotv und dem Apfelstadtradio in Tönisvorst, das Medienforum Münster, das Medienforum Duisburg, Kanal 21 oder das Sälzer Fenster. Überall und an vielen weiteren Orten entstehen Beiträge, die lokale Themen sichtbar machen, die sonst keinen Platz im medialen Mainstream finden. Überall lernen Menschen, Kinder und Jugendliche Medienkompetenz – nicht theoretisch, sondern praktisch. Überall wird Öffentlichkeit geschaffen – von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger.

Wer konkret verliert, wenn NRWision wegfällt

Der Wegfall trifft dabei nicht alle gleich. Schulen und Bildungseinrichtungen etwa, die aus guten Gründen nicht auf privatwirtschaftlichen Intermediären veröffentlichen wollen oder dürfen ( wegen Datenschutz für Minderjährige, wegen ihres pädagogischen Auftrags, keine Einbindung in kommerzielle, algorithmisch getriebene Umgebungen) verlieren mit NRWision schlicht ihre einzige Plattform. Ein Ausweichen auf YouTube, Instagram oder vergleichbare Angebote ist für diese Einrichtungen häufig keine Option, sondern ein Ausschluss.

Für Menschen mit Behinderungen ist eine redaktionell betreute, barrierearme Plattform besonders wertvoll. Redaktionelles Feedback vor der Veröffentlichung und Unterstützung bei der Produktion ermöglichen Teilhabe unabhängig von individuellen Voraussetzungen – eine Funktion, die ein rein technischer Verteilkanal ohne Redaktion überhaupt nicht leisten kann.

Auch ältere Menschen brauchen ein übersichtliches, niedrigschwelliges Angebot. Wer keinen YouTube-Account nutzt oder sich nicht durch einen algorithmisch sortierten Feed navigieren möchte, sondern eine feste, leicht auffindbare Anlaufstelle braucht, verliert mit dem Wegfall von NRWision genau diesen Zugang.

Warum ein Kanal bei einem Intermediär die eigene Plattform nicht ersetzen kann

Ein YouTube-Kanal als Wegweiser zur eigenen Plattform ist sinnvoll – als vollständiger Ersatz ist er es nicht. Auch ein nichtkommerziell genutzter Kanal bei YouTube bleibt von der Infrastruktur eines einzelnen, nicht in NRW ansässigen Unternehmens abhängig, und es bleibt offen, wer die redaktionelle Begleitung und Qualitätssicherung übernimmt, die bislang die NRWision-Redaktion leistet.

Die Verwaltung der LfM hat der Medienkommission am 12. Juni bereits ein Konzept und den Entwicklungsstand zur medialen Vielfaltssicherung vorgestellt, das einen YouTube-Kanal und perspektivisch eine europäische Plattform vorsieht – wann auch immer die kommen wird. Damit verlagert sich die Bürgermedienarbeit in NRW strukturell in die Abhängigkeit einzelner, nicht in Europa ansässiger Technologiekonzerne – eine Richtung, die aus unserer Sicht mit erheblichen Risiken verbunden ist.

Eine Kapitulation vor Big Tec: Ausgerechnet eine Regulierungsbehörde, die für die Begrenzung der Macht globaler Tech-Konzerne zuständig ist, treibt die regionalen Bürgermedien damit in die vollständige Abhängigkeit genau dieser US-Intermediäre und gibt die digitale Souveränität des Medienlandes NRW leichtfertig auf.

Das Diktat des Algorithmus: Auf YouTube entscheiden rein kommerzielle Klick-Algorithmen über Sichtbarkeit. Lokale Beiträge und hochspezifische, inklusive Programme werden dort gnadenlos unsichtbar gemacht. NRWision hingegen garantiert Relevanz und Sichtbarkeit unabhängig von wirtschaftlichen Verwertungslogiken.

Die Entscheidung, NRWision nicht weiter zu fördern, trifft die Schwächsten im System besonders hart: besonders betroffen sind kleine, nichtkommerzielle Projekte, Bildungseinrichtungen und einzelne Kreative mit besonderem Unterstützungsbedarf, die auf verlässliche redaktionelle Strukturen angewiesen sind.

Schutz der Jugend, der Nutzer*innen und der Vielfalt voll vor die Wand gefahren

Die Entscheidung, NRWision nicht weiter zu fördern, sendet ein fatales Signal, nämlich …

  • dass unabhängige, nichtkommerzielle Stimmen verzichtbar seien;
  • dass Medienvielfalt nur dort zählt, wo sie sich rechnet;
  • dass demokratische Teilhabe an Budgetgrenzen scheitern darf;
  • dass Barrierefreiheit und Inklusion in der Medienlandschaft nachrangig sind, sobald es um Kosten geht.

Ist das wirklich das Verständnis von Medienpolitik, die Nordrhein-Westfalen vertreten will? Nordrhein-Westfalen würde damit als erstes Bundesland eine klassische, redaktionell betreute Bürgermedienplattform vollständig abschaffen – ein bundesweit wahrgenommener Schritt, der dem Ruf des Medienlandes NRW nachhaltig schaden dürfte. Das darf nicht sein.

Gerade in Zeiten von Desinformation, wachsender gesellschaftlicher Spaltung und sinkendem Vertrauen in etablierte Medien braucht es mehr – nicht weniger – Räume für unabhängigen Austausch. Bürgermedien sind solche Räume. Sie sind Werkstätten und Perlen der Demokratie.

Was durch die Streichung der Förderung von NRWision zur Disposition steht, ist keine leere Hülle, sondern das sind 17 Jahre aufgebautes redaktionelles Wissen, eingespielte Qualitätssicherung und das Vertrauen hunderter Produzenten. Das lässt sich nicht auf Wiedervorlage legen und bei Bedarf neu starten – einmal abgewickelt, ist es verloren.

Wer hier kürzt, spart nicht – er demontiert.

Wir fordern Sie nachdrücklich auf, die Entscheidung, NRWision nur noch bis Ende 2026 zu fördern, zurückzunehmen und sich aktiv für eine Fortsetzung der Förderung von NRWision einzusetzen. Den geplanten Umstieg auf einen YouTube-Kanal als Ersatz für eine eigene, redaktionell betreute Bürgermedienplattform lehnen wir ab – aus den genannten Gründen kann er NRWision nicht gleichwertig ersetzen.

Unser Medienland NRW braucht den entschlossenen Erhalt, die konsequente Weiterentwicklung und eine massive Förderung der Bürgermedien in Nordrhein-Westfalen.

Die Konsequenzen der Reduzierung der Förderung der Bürgermedien werden langfristig spürbar sein – für die Medienvielfalt, für die politische Bildung, für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Für eventuelle Rückfragen erreichen Sie Jürgen Mickley immer auch gerne unter 0176 21952424.

Mit freundlichen Grüßen

Vorstand LBM-NRW e.V.  
Frank Brettschneider
Michael Franken
Jürgen Mickley

BVBM-Projekt Ehrenamt: Drei Workshops im Juni / Finale plus Verleihung Bürgermedienpreis am 8. Oktober

Wolfsburg, 13. Mai – Was sind uns freiwillig engagierte Menschen wert? Welche Motive bewegen Freiwillige, um vor Ort auf Sendung zu gehen und überhaupt für Bürgermedien aktiv zu sein? Wie vor allem gewinnen und wertschätzen wir Ehrenamtliche? Was tun wir, damit sie sich unkompliziert vernetzen können, z. B. in Bürgerredaktionen? Was machen andere besser, um das Ehrenamt tatsächlich nach vorn zu bringen?

Das treibt uns garantiert alle um, deshalb Save the Dates für unser BVBM-Projekt Bürgermedien und Ehrenamt:

  • Online-Workshops mittwochs 10. Juni, 17. Juni und 24. Juni, jeweils 16 bis 17.30 Uhr mit jeder Menge Expertise, Austausch und Vernetzung
  • Projektfinale plus Verleihung Bürgermedienpreis am Donnerstag, 8. Oktober, ab 14 Uhr bei Kanal 21, dem Offenen TV-Kanal in Bielefeld
  • BVBM-Mitgliederversammlung am Folgetag, 9. Oktober, 10 Uhr an gleichem Ort

Seid schon jetzt ganz herzlich eingeladen und dann unbedingt dabei, nähere Infos folgen.

Seid dabei: Zweiter BVBM-Stammtisch Technik am 20. Mai

Wolfsburg, 28. April – Der zweite BVBM-Stammtisch Technik für Bürgermedien startet am Mittwoch, 20. Mai, 16 Uhr. Hier der Link zur Anmeldung: https://eveeno.com/258810349

Der OK Merseburg-Querfurt wird diese Kurzpräsentation zum Playout-Thema (pdf, 193 KB) halten. Zudem erreicht ihr über folgende Download-Links die kürzlich online gegangene „Freies Radio“-Audio-App, die von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg vorgestellt wird: 

Apple-Appstore:

https://apps.apple.com/de/app/freies-radio/id6757397033

Android-Appstore:

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.radiozeit.freiesradio&utm_source=emea_Med&pli=1

Und: Es gibt schon Interessierte, die auch zwischen den Stammtisch-Terminen spezielle Einzelthemen vertiefen wollen, so beispielsweise zur Playout-Problematik und zum Programmaustausch. Kontaktstelle hierfür ist der OK Merseburg-Querfurt, Mail-Adressen  (Pavlo Kozakov) und  (Diana Elsner). Was in diesen und anderen Fachrunden entsteht, wird natürlich dann auch am Technik-Stammtisch für alle vorgestellt.

Gemeinsamer Austausch, gemeinsame Lösungen machen uns Bürgermedien stark, seid am 20. Mai dabei.

Meldet euch an: Capture the News am 21. Januar und 15. April

Die Termine:

  • Theorie-Modul (Online): Mittwoch, 21. Januar 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr
  • Praxis-Modul (Präsenz): Mitttwoch, 15. April 2026, 11:00 bis 17:00 Uhr beim Bürger- und Ausbildungskanal TIDE in Hamburg, Finkenau 35.

Meldet euch per Mail gleich an, Teilnahme kostenfrei:

Workshop-Leitung: Johannes Karstens und Tanja Zimmer vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein/Kiel

Worum geht es bei Capture the News?

Capture the News ist ein BVBM-Projekt zur Förderung von Medienkompetenz, das sich gezielt mit den Herausforderungen der digitalen Nachrichtenwelt auseinandersetzt. In einem spannenden Planspiel konkurrieren drei fiktive Radiosender um Reichweite, Quote und Follower – zur Verfügung stehen fertige Jingles, eine eigene Musik-Datenbank, ein Newsticker und eigene Instagram-Kanäle zum Promoten der Sendungen.

Ziel ist es, Teilnehmende zur kritischen Analyse von Nachrichteninhalten zu befähigen und effektive Strategien im Umgang mit Fake News zu vermitteln. Sie lernen, Filterblasen zu erkennen und deren Auswirkungen auf die eigene Informationswahrnehmung zu reflektieren. Das Konzept verbindet theoretische Grundlagen der Nachrichtenanalyse mit praktischen Übungen zur Überprüfung von Quellen und Fakten im digitalen Kontext.

Inhalte der zweiteiligen Qualifizierung:

Theorie-Modul (Online)

  • Workshop-Methodik und didaktische Grundlagen
  • Vertiefung der Capture the News-Inhalte
  • Didaktische Konzeption und Vermittlungsmethoden

Praxis-Modul (Präsenz)

  • Durchführungsübungen
  • Fachliche Begleitung und Feedback
  • Handlungsempfehlungen
  • Kollegialer Austausch

Was bringt euch die Qualifizierung?

Nach den zwei Modulen seid ihr fit, Capture the News zwecks Weitervermittlung selbstständig bei euch vor Ort durchzuführen. Ihr bekommt praxiserprobte Methoden und Materialien an die Hand und erhaltet individuelles Feedback, um eure Workshops optimal zu gestalten.

Die erste Qualifizierung im Frühjahr 2025 brachte 15 motivierte Teilnehmende aus fünf Bundesländern zusammen und sorgte für lebendigen Austausch und konkrete Ideen für die medienpädagogische Arbeit vor Ort. Die frisch qualifizierten Multiplikator:innen etablieren das innovative Planspiel bereits erfolgreich in ihren Einrichtungen.

Nach eurer Anmeldung bekommt ihr alle weiteren organisatorischen Details.

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch und darauf, gemeinsam mit euch die Medienkompetenz im Umgang mit Fake News und Filterblasen weiter zu stärken.

Weitere Infos und Unterlagen zu Capture the News in Kürze abrufbar.

Für Presse- und Meinungsfreiheit: Zehn Jahre Media Dialogue

Das Jubiläumsprogramm zog sich über mehrere Tage. Bereits ab dem 8. Dezember kamen Projektbeteiligte aus der Ukraine, Armenien, Georgien, Belarus, Moldau und Deutschland in Berlin zusammen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen, aktuelle Herausforderungen des Journalismus zu diskutieren und Perspektiven für eine Zukunft freier Medien zu entwickeln.

Seit einem Jahrzehnt steht Media Dialogue für internationalen Austausch und faktenbasierten Journalismus sowie für die Stärkung von Presse- und Meinungsfreiheit – insbesondere in Ländern, in denen Medienschaffende politischem und gesellschaftlichem Druck ausgesetzt sind. Die Projektziele, Formate und Partnerstrukturen sind auf der Projektwebsite dokumentiert.

Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläums war die Laudatio von Dr. Wolfgang Ressmann, der als eine der prägenden Persönlichkeiten maßgeblich zur Entstehung und Entwicklung des Projekts beigetragen hat. Er ist zugleich einer der Vorsitzenden des Bundesverbandes Bürgermedien e.V. Diese personelle Verbindung steht exemplarisch für den inhaltlichen Austausch und die gemeinsamen Werte beider Organisationen.

Im Rahmen des Jubiläums fanden zahlreiche Fachgespräche und Besuche statt. Dazu zählte unter anderem ein Austausch mit Philippe Blanke beim Tagesspiegel zur Zukunft des Printjournalismus. Zudem informierten sich die Teilnehmenden in der Gemeinsamen Stelle der Landesmedienanstalten in Berlin über Jugendmedienschutz, den Umgang mit Desinformation und Propaganda sowie über die Rolle der Landesmedienanstalten als Aufsichtsorgane. An der Diskussion nahmen unter anderem Sergiy Tomilenko, Vorsitzender des ukrainischen Journalistenverbandes, sowie Andrei Bastunets, Vertreter belarussischer Journalistinnen und Journalisten im Exil, teil.

Das weitere Programm beinhaltete eine Buchpräsentation von Juri Bondar („The Day After the War“), einem Projekt des Instituts für Journalistik der Taras-Schewtschenko-Universität. Ergänzend kamen Fachbeiträge zu Propaganda, Deprogrammierung und Medienkompetenz sowie zur Situation unabhängiger Medienschaffender im Exil hinzu. Ein weiteres Highlight war das Gespräch mit Diana Zimmermann, Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, zur Fernsehberichterstattung in Kriegszeiten und zur Rolle öffentlich-rechtlicher Medien.

Zu den Keynote-Speakern der Jubiläumskonferenz zählte unter anderem Mika Beuster, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV).

Der Bundesverband Bürgermedien e.V. (BVBM) gratuliert Media Dialogue herzlich zum 10-jährigen Jubiläum. Beide Akteure verbindet das gemeinsame Engagement für Meinungsvielfalt, journalistische Verantwortung und demokratische Öffentlichkeit. Bereits 2022 zeigte sich die wertebasierte Zusammenarbeit bei der vom BVBM in Berlin ausgerichteten Tagung „Bürgermedien nach Corona“, bei der Media Dialogue ein eigenes Panel gestaltete.

Jubiläumsfilm 10 Jahre Media Dialogue: https://www.youtube.com/watch?v=fTipicOnvRU

Lokal nachhaltig: Großes Projekt-Finale mit zehn Best Practices

Teilnehmende aus verschiedenen Bundesländern machten mit zehn Best Practices deutlich, wie vielfältig Bürgermedien nachhaltige Themen sichtbar machen, hierfür journalistische Formate und Medienbildung entwickeln sowie lokale Gemeinschaften stärken.

Mit ihrer Keynote stimmte Dr. Maike Reinwerth, Nachhaltigkeits-Referentin der Filmuniversität Babelsberg, darauf ein. Die Künstlerin Bison Rouge performte mit Cello, Gesang und Loop-Station, um ihren ganz persönlichen Zugang zur Nachhaltigkeit zu vermitteln. BVBM-Vorsitzender Fred Bärbock führte durch insgesamt dreieinhalb Stunden Programm, das zudem jede Menge Austausch bot.

Das BVBM-Projekt war im Oktober mit drei Workshops gestartet: Medienbildung nachhaltiger machen, Wie Lokaljournalismus Nachhaltigkeit bewegt und We love making movies – green & fair. Die hier entwickelten Ideen und Konzepte wurden in engagierter Gruppenarbeit und intensiver Zwischenrunde weiterentwickelt, um sie dann im Finale zu präsentieren.

Gefördert wurde das BVBM-Projekt von den Medienanstalten Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, ebenso von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg mit ALEX Berlin, die das MIZ Potsdam-Babelsberg und ein TV-Produktionsteam für Livestream und Aufzeichnung zur Verfügung stellte.

Die Projekt-Inhalte samt Finale werden in Kürze auf unserer Website abrufbar sein.

BVBM beteiligt sich am NRWISION-Ausbildungsprojekt

Dr. Wolfgang Ressmann, Vorsitzender des Bundesverbands Bürgermedien (BVBM), dankte den angehenden Mediengestalter*innen Bild & Ton sowie dem Ausbildungsteam aus NRW für den konstruktiven Austausch und das große Interesse an den Themen des Verbandes. Die Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung qualifizierter medienbezogener und medienpädagogischer Ausbildung für und durch Bürgermedien.


Der Link zu NRWISION erscheint an dieser Stelle, sobald das TV-Magazin verfügbar ist.